Freiwillige Feuerwehr Buchenau

  

 

 


Jugendfeuerwehr:
Ansprechpartner: Hans-Henrik Schott (Fon: 06672/210)

Einsatzabteilung:
Jeden Montag 20:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus (DGH)

Ansprechpartner: Hans-Henrik Schott (Fon: 06672/210)

Neubewerber sind jederzeit herzlich willkommen!

Am 7.10.2016 würde der Regionalplan Energie Nordhessen beschlossen, das kontroverse Verfahren dauerte 5 Jahre. Nun ist es einfacher möglich innerhalb ausgewiesener Flächen Windräder zu bauen, schließt aber den Bau außerhalb dieser Flächen aus. Die Windräder in Buchenau sind allerdings nach dem BISchG genehmigt worden bzw. zur Genehmigung eingereicht. Zu hoffen ist nun das nach Wegfall der Fläche FD-001 sich die zwei Windräder am Hauberg erledigt haben.

Ein großes Problem ist das Planungsverfahren nach BISchG. Der Bau der Windräder wird als privilegiert im Außenbereich gesehen und dies ist im §35 BauGB so festgeschrieben worden. Hier werden alte Tabus gebrochen und man erlaubt industrielle Nutzung von Flächen ohne vorher ein entsprechendes Gebiet zu planen und auszuweisen. Warum bewährte Planungsverfahren auf einmal nicht mehr gelten sollen ist nicht einzusehen. Die Bürger und Kommunen als Betroffene vor Ort werden somit komplett aus dem Planungsverfahren herausgehalten. Das normale Verfahren bei Erstellung von Flächennutzungsplänen den Bürger als Betroffener vor Ort mit einzubeziehen ist richtig und in einer Demokratie notwendig. Das man dieses Verfahren hier nicht anwendet ist unlogisch.

Dem Bürger wird stattdessen suggeriert, das Seine Ängste und Bedenken durch mögliche Einwände bei dem verwendeten BISchG Verfahren beachtet werden, was allerdings nur Augenwischerei ist. Fakt ist das der Bürger vor Ort in der Kommune keinerlei Mitbestimmung hat, er kann auf Verstöße gegen Vorschriften und Gesetze hinweisen, eine Endscheidungsmöglichkeit hat er nicht. Demokratie funktioniert anders.

Grundsätzlich spricht nichts gegen den Bau von Windrädern, allerdings unter Beteiligung der Betroffenen, wie bei jedem anderen Bauvorhaben und in einem funktionierenden Markt. Im jetzigen Verfahren hat man als betroffener Bürger keinerlei Chancen gegen den Bau der Windräder vorzugehen oder darauf Einfluss zu nehmen.

103.03 Kopfleiste

[03]

Die “Alte Burg”

Die Stammburg des ehemaligen Geschlechts derer von Buchenau liegt auf einer Felsnase im Eitratal. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte aufgrund einer stark wachsenden Familie stetig erweitert und entwickelte sich zu einer Ganerbenburg. Ursprung der Anlage ist das Spiegelschloss, dem das Seckendorffschloss folgte. Erst zu späterer Zeit entstand die Obere Burg mit Generalshaus und zwischen 1611 und 1618 das Schenckschloss. [04]

103.04 Die Obere Burg DSC_3957

Die “Obere Burg” aus dem Eitratal 

Westlich der “Alten Burg” befindet sich die “Obere Burg” (teiweise auch “Vorburg” genannt) **/, die auf dem fortlaufenden Bergrücken der alten Anlage liegt und diese zur einzigen höher gelegenen Situation hin schützte. Zwischen der Vorburg und der Alten Burg steht heute noch eine Mauer, die Teil der alten Ringmauer gewesen sein soll. Zinnen zieren den Mauerkranz und gehen an der Ostseite in einen kleinen Wehrturm über. Die obere Burg war anfangs nur eine Vorburg und wurde erst mit dem Wachsen der Familie zum eigenständigen Schloss (Generalshaus). [04]

**/ An anderer Stelle [05] wird dagegen das 1572-75 durch Eberhard von Buchenau errichtete Spiegelschloss als “Vorburg” zur “Hauptburg”, dem Seckendorffschloss, bezeichnet, um 1576 vielleicht von Conrad Hermann von Buchenau errichtet.

103.05 Die Obere Burg

Der Zugang zur “Alten Burg” im Panorama [06]

Die SO-Ansicht des Burggeländes in Buchenau mit dem Burggraben im Vordergrund. Bebaut mit den Renaissanceschlössern Spiegelschloss und Seckendorffschloss. In der Mitte der 1923 erbaute Torbau. Rechts am Bildrand der Wohnturm vom Seckendorffschloss. Links hinter dem Baum ist noch ein Giebel vom Spiegelschloss zu sehen.

Wie bereits zuvor beschrieben, ist das Spiegelschloss der Ursprung der “Alten Burg”, dem das Seckendorffschloss folgte. Die Anlage weist bis heute einen Ringgraben, sowie eine Doppelmauer auf, die das Gelände zu allen Seiten hin von der Umgebung (und damit auch vor neugierigen Berichteschreibern und Fotografen) abtrennt. Der Zugang erfolgt von Süden her über eine steinerne Brücke mit anschließendem Torhaus. [04]

103.06 Burggraben von E DSC_3981.2

Der Burggraben mit der Brücke von Osten

103.07 Burggraben nach N DSC_3984.1

Der Burggraben von der Brücke nach NW

Der Eingang zur Alten Burg ist nur auf diesem Weg zu erreichen.

103.08 Brücke und  Torhaus DSC_3847

Die Brücke über den Burggraben mit dem Torhaus

Die Brücke führt auf zwei niedrige Torpfeiler mit “Augensteinen” zu. Es handelt sich auf jeder Seite um einen quadratischen Stein (aus zwei Hälften) mit mittlerer Öffnung in Form eines Auges, nach Sturm [07] enthalten die Löcher bewegliche durchlöcherte Steine als geschützte Schießscharte, tatsächlich ist dies aber nur ornamental zu verstehen. Das 1921 (an anderer Stelle 1923) erneuerte Torhaus nutzt die Einfriedungsmauer der mittelalterlichen Burg. [05]

103.09 Augensteine DSC_3978.2

Brücke mit Augensteinen und dem Torhaus

103.10 Eingang - Augensteine DSC_3978.3

Augensteine vor dem Torhaus

103.11 Die Augensteine

Die Augensteine (links – rechts)

Das Spiegelschloss und das Seckendorffschloss wurden im Laufe der Jahrhunderte durch eine Mauer voneinander getrennt, da sie unterschiedlichen Besitzern gehörten. Im 19. Jh. wurden die beiden Gebäude durch Hermann von Seckendorff in Besitz genommen und wieder vereint. [04]

Heute befinden sich beide Schlösser in Privateigentum und können nicht besucht werden. Bei meinem ersten und beim dritten Besuch war das Tor mit einer dicken Eisenkette gesichert.

103.12 Tor mit Kette DSC_3985.2

Tor mit Kette gesichert

Bei meinem zweiten Besuch ist das Tor offen. Eine Schar Kinder spielt am Zugang und sperrt die Straße mit einem Band und verlangt nach alter Rittersitte Wegezoll für freien Weg, den ich gerne zahle.

103.13 Torhaus DSC_3978.2

Das Torhaus mit Wappensteinen

Über dem Tor drei Wappensteine.

103.14 Wappen Torhaus DSC_3849

Die Wappen am Torhaus

Links das Wappen derer von Seckendorff – In der Mitte das Wappen derer von Buchenau mit der Jahreszahl 1923 – Rechts das Wappen derer von Schöning.

103.15 Wappen Torhaus

Nochmals die Wappen von Seckendorff – von Buchenau – von Schöning in einer Montage von NF [08] 

Leider zeigen sich die Schlossbesitzer wenig zugänglich. Freundlich, aber bestimmt, wird mir der Zugang zum Schlossgelände verweigert. Deshalb gibt es auch keine eigenen Bilder von den Schlössern aus den Höfen hinter den Schlossmauern! Einige Infos konnte ich allerdings erhalten. Außerdem konnte ich aus dem Torhaus heraus ein Stück des Seckendorffschlosses sehen und ein Foto machen.

103.16 Blick durchs Torhaus DSC_3848

Blick durch das Torhaus auf das Seckendorffschloss 

Zu Anfang des Berichtes habe ich bereits erwähnt, dass Herr Peter Schaaf alle Schlösser Buchenaus beschrieben hat. Er muss zu einem früheren Zeitraum Zugang zur Alten Burg gehabt haben und konnte somit in diesem Bereich Fotos machen. Leider kann ich nur Fotos von außerhalb und einige aus dem Internet zeigen. Dennoch hier die Beschreibungen der beiden Schlösser.

 

Das Spiegelschloss

1572 (oder 1575) lässt Eberhard von Buchenau das Spiegelschloss errichten. [09] Es gibt am Schloss den folgenden Wappenstein mit dem Allianzwappen 12) Buchenau – Goltacker. Es sind die Wappen von Eberhard von Buchenau und seiner Frau Margareta von Goltacker. Unter den Wappen die Jahreszahl 1572.

Die Umschrift lautet:

“EBERHARD VON VND ZV BVECHENAW MARGRETA VON BVCHENAW GEBORNE GOLDACKERIN”.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Allianzwappen Buchenau – Goltacker über dem Eingang am Treppenturm [10]

Das Wappen derer von Goltacker nach Siebmacher.

103.18 Wappen  Goltacker

Wappen derer von Goltacker nach Siebmachers Wappenbuch von 1605 [11]

Das Wappen ist geteilt, oben in Gold ein aus der Teilung wachsender schwarzer steigender Bock mit goldenen Hörnern, unten von Silber und Rot gespalten. Auf dem Helm ein wachsender Mann mit goldenem Umhang, weißem Bart und silbern gestulpter roter Tatarenmütze. Die Decken sind rechts Schwarz-Gold und links Rot-Gold. [12]

103.19 Spiegelschloss DSC_3897

Spiegelschloss von SW

Das Spiegelschloss ist ein zweiflügliger Schlossbau im Renaissancestil. Um den fortschreitenden Verfall des Schlosses zu stoppen, wären dringend bauliche Maßnahmen erforderlich. Nachdem 1694 bis 1710 das Schloss an die Familie von Boyneburg verkauft wurde, erbten es zwei Generationen weiter die Familie von Warnsdorf. Wieder zwei Generationen weiter erbten es die Familie von Spiegel. 1878 kaufte es dann die Familie von Seckendorff. Inzwischen ist es wie das Seckendorffschloss an die Familie von Rotenhan weiter vererbt worden. [13]

103.20 Spiegelschloss DSC_3898

Spiegelschloss von SW

Das Spiegelschloss liegt westl. des Seckendorffschlosses. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrmals umgebaut. Der Bau besteht heute aus zwei massiven Stockwerken mit einem Fachwerkaufsatz. Zum Innenhof hin wurde ein halbrunder Treppenturm angebaut, der der Erschließung dient. Im Mittelalter stand an der Südseite des Spiegel-Schlosses ein dreißig Meter hoher Bergfried, der im 19. Jh. vollständig abgerissen wurde. Zudem gehörte zu dem Gebäudekomplex ein kleiner Bau an der Südseite, der die Stallungen beherbergte. Hier soll sich unter anderem ein Verlies befunden haben. [04]

103.21 Spiegelschloss DSC_3904

Das Spiegelschloss 

Das Spiegelschloss ist ein Winkelbau von unregelmäßiger Gliederung aus Südwest- und Nordwestflügel.

Hier eine Baubeschreibung aus dem Internet:

> Beide Flügel sind dreigeschossig, Obergeschoss in Fachwerk.

Nordwestflügel
> Der Nordwestflügel ist etwa in der Mitte durch einen runden, halb vortretenden Treppenturm geteilt.
> Portalgewände mit Wappenstein, bezeichnet “EBERHARD VON VND ZV BVECHENAW MARGRETA VON BVCHENAW GEBORNE GOLDACKERIN”, Jahreszahl 1572.
> Treppenturm mit einfacher runder Spindel, eine der ersten Treppenstufen ist an der Vorderseite mit der Jahreszahl 1572 bezeichnet.
> Im 1. Obergeschoss große Halle in der Gebäudemitte. Vom Treppenturm erschließt ein rundbogiges Portal die Halle, in die seitlichen Räume links führt von der Halle eine kleine Treppe hinauf. Eines der Portale ist hier spitzbogig, die Tür selbst aber rundbogig. Unter einer Steinbank rechts vom Portal datierter Stein von 1623. [05]

103.22 Spiegelschloss DSC_3779

Das Spiegelschloss

Südwestflügel
> Der Massivteil ist geringfügig höher als beim Nordwestflügel, die Dachtraufe sitzt jedoch auf derselben Höhe.
> Fachwerkgeschoss drei Gefache hoch, Brüstung mit Andreaskreuzen und Fußbändern. Am Portal Doppelwappen wie über dem Hauptportal, aber wesentlich einfacher.
> Mit den Baudaten 1572-1575 sind die beiden rundbogigen Portale und der Treppenturm zu identifizieren, ein drittes Portal mit einem Sturz über zwei Konsolsteinen ganz links am Südwestflügel dürfte um 1615 hinzugefügt worden sein, wie der Vergleich zum Schloss in Buchenau zeigt.
> Den Detailformen nach sind beide Flügel zeitlich nicht weit voneinander entfernt und wurden später verändert; die gotisierenden Fenster scheinen um 1572/75 entstanden zu sein. [05]

103.23 Spiegelschloss DSC_3906

Das Spiegelschloss 

103.24 Spiegel - Schloss

Spiegelschloss vom Schlosshof [14]

103.25 Spiegelschloss DSC_3842

Das Spiegelschloss – Rückseite

 

Das Seckendorffschloss

1578 lässt Conrad Hermann von Buchenau das Seckendorffschloss erbauen. [09]

Das Seckendorffschloss, der zweitälteste Teil der Alten Burg, war von derer von Buchenau bis zu deren Aussterben 1815 bewohnt. [04]

103.26 Seckendorff DSC_3846

Das Seckendorffschloss

Das Schloss wurde in mehreren Jahrhunderten errichtet bzw. angebaut und bietet heute einen sehr gemischten Baustil. Der letzte größere Anbau stammt aus der Renaissancezeit, aber man erkennt auch noch gut die ursprüngliche Burg.

103.27 Seckendorff DSC_3966

Das Seckendorffschloss

An der Ostseite des Seckendorffschlosses stößt man auf einen wuchtigen fünfgeschossigen Wohnturm im spätgotischen Stil. Er wurde mit einem gewalmten Satteldach und Fenstern aus der Renaissance ausgestattet. An ihm ist Richtung Westen ein zweiter, kleinerer Wohnturm zu erkennen, der ebenfalls ein Satteldach beherbergt. Beide Wohntürme sind rechteckig. Vermutlich wurde 1578 nach Westen hin ein Fachwerkbau mit massivem Erdgeschoss im Renaissancestil errichtet.

103.28 Seckendorff DSC_3838

Das Seckendorffschloss

Zur Erschließung der Stockwerke erhielt dieser an der Südseite einen Treppenturm mit Fachwerkaufsatz. Im Hof befindet sich heute noch der alte, 14 m tiefe Brunnen, der bis heute noch Wasser führt. [15]

Nach dem Ableben von Sigmund + Ursula von Seckendorff wurde das Schloss an die Enkelin vererbt. Somit ist das Schloss heute im Besitz der Familie von Rotenhan. [09]

103.29 Seckendorff DSC_3961

Das Seckendorffschloss

Auch für das Seckendorffschloss gibt es eine Baubeschreibung im Internet:

> Die Anlage besteht von Ost nach West aus einem offenbar annähernd quadratischen Hauptturm mit Eckbuckelquadern sowie einem gleichbreiten Anbau, ebenfalls mit Eckbuckelquadern.

103.30 Seckendorff DSC_3962

Das Seckendorffschloss

> Vor die zwei spätmittelalterlichen Wohntürme wurde 1576 ein dreigeschossiger Renaissanceflügel gestellt, Erdgeschoss massiv, darüber Fachwerk mit gebogenen, sich überkreuzenden Kopf- und Fußstreben, Stockwerke drei Gefache hoch, links ehemals Erker, dessen Steinkonsolen direkt unter dem ersten Oberschoss noch erhalten sind.
> In der Mitte des Baukörpers fünfgeschossiger Wendeltreppenturm, die zwei Obergeschosse Fachwerk, polygonal, die drei runden Massivgeschosse durch umlaufende Gesimse unterteilt. Portal im Erdgeschoss des Treppenturmes bezeichnet “1576 LOTZ HANS IORG ZANG”. Offenbar haben sich hier die Baumeister verewigt. [05]

103.31 Seckendorff DSC_3967

Das Seckendorffschloss

> Mittlerer Gewändestein mit einem bislang nicht identifizierten Allianzwappen von Buchenau (nicht identisch mit dem der Vorburg).
> Links neben dem Torbau steht ein Wappenstein mit einem Doppelwappen und den Buchstaben J F V B D S V B G B V W . [05]

Nach Peter Schaaf identifiziert die Buchstabenfolge J F V B D S V B G B V W dieses Wappen als das von Justus Friedrich von Buchenau und Dorothea Sophia von Buchenau geb. von Weisbach. Die Jahreszahl lautet 1756 .

Leider komme ich nicht in den Schlosshof. Ein Bild aus dem Internet zeigt, was ich nicht fotografieren konnte.

103.32 Hof Seckendorff

Die Hofseite des Seckendorffschlosses [16]

103.33 Seckendorff vom Ort DSC_3843

Das Seckendorffschloss aus dem Ort

.

Hier endet Teil III meiner Schilderungen über das Geschlecht derer von Buchenau

Im nächsten Bericht besuche ich das Schenckschloss, das heute Schloss Buchenau genannt wird

.

103.34 Fußleiste Wappen

[17]

.

Fußnoten:

12) Ein Allianzwappen ist die Darstellung zweier Wappen, deren Träger (Personen, Länder, Fürsten- oder Bistümer) durch eine Allianz verbunden sind. Bekannt sind diese seit dem Ende des 13. Jahrhunderts. Es gibt zwei Formen, die Allianz in einem gespaltenen Schild, oder als zwei nebeneinandergestellte Schilde unter einem Oberwappen. Der ranghöhere Schild (des männlichen Ehepartners, des Hauses, oder des Bistums) befindet sich heraldisch rechts, und stellt das Oberwappen. [XII]

.

Legende:

[02] Kopfbild: Das Seckendorffschloss – Bild: NF am 09.11.2014
[03] Kopfleiste: Bilderbogen Buchenau – Bild: Montage NF
Die einzelnen Bilder:
01 – Wappen von Buchenau am Brunnen im Garten von Schloss Buchenau
02 – Wappen von Buchenau nach Siebmacher
03 – Wappen Hermann II. von Buchenau, Fürstabt von Fulda
04 – Generalshaus in der Oberen Burg
05 – Fachwerkhaus in Buchenau
06 – Spiegelschloss in der Alten Burg
07 – Torhaus der Alten Burg
08 – Turm an der Rückseite vom Schenckschloss
09 – Schenckschloss
10 – Turm des Spiegelschlosses
11 – Ev. Kirche in Buchenau
12 – Wappen Placidus von Droste
13 – Wappen von Goltacker nach Siebmacher
14 – Wappen von Schwalbach am Brunnen im Garten von Schloss Buchenau
[04] burgenarchiv-de/burgen/buchenau-he
[05] schloesser-gnm-de/wiki/Buchenau,_Alte_Burg
[06] commons-wikimedia-org/w/index.php?title=File:Buchenau_burg_halsgrabennord.jpg& oldid=126504085 – Date: 3 April 2009 – Author: 2micha
[07] Sturm – Kreis Hünfeld, 1971, S. 50
[08] Links = Wappen derer von Seckendorf = a; Mitte = Wappen derer von Buchenau = b; Rechts = Wappen derer von Schöning = c
a = www-schloss-eismannsberg-de/Das Seckendorff-Wappen, Abb. Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, 1999
b = Bild NF
c = de-wikipedia-org/wiki/Datei:Schöning-Wappen.png / Quelle: GHdA, Band 142, 2007, Urheber: Unbekannt, Datum: 15.06.2008
[09] de-wikipedia-org/wiki/Buchenau_(Eiterfeld)
[10] de-academic-ru/dic.nsf/dewiki/531673 oder upload-wikimedia-org/wikipedia/commons/ thumb/1/15/Buchenau_spiegelschloss_wappenstein.jpg/449px-Buchenau_spiegelschloss_ wappenstein.jpg
[11] commons-wikimedia-org/wiki/File:Goldacker-Wappen_SM.png – Wappen derer von Goldacker – 1605 – This work is in the public domain in the United States, and those countries with a copyright term of life of the author plus 100 years or less.
[12] de-wikipedia-org/wiki/Goldacker
[13] de-wikipedia-org/wiki/Buchenau_(Eiterfeld) + lexikon-freenet-de/Buchenau_(Eiterfeld)
[14] commons-wikimedia-org/w/index-php?title=File:Buchenau_burg_spiegelschloss.jpg &oldid=126504098 – Date: 3 April 2009 – Author: 2micha
[15] burgenarchiv-de/burgen/buchenau-he + de-wikipedia-org/wiki/Buchenau_(Eiterfeld)
[16] frank66furt.de/burgen/36/36132buchenaualt.jpg
[17] Fußleiste – Wappen Schenck zu Schweinsberg – Montage: N. Fuchs / commons-wikimedia-org/wiki/File:COA_family_de_Schenck_zu_Schweinsberg.svg – Date: 12 April 2009 – Author: Christer Sundin

[XII] de-wikipedia-org/wiki/Allianzwappen

 

.
Copyright: Norbert Fuchs 2014 – Alle Rechte vorbehalten. Dies gilt für alle Teile des Berichtes mit den entsprechenden Glossaren, Bildern und sonstigen Beschreibungen.

Die Firma TenneT hat neue mögliche Trassenverläufe für Ihr Gleichstrom Hochspannung Netz Südlink bekanntgegeben. Die Trasse kann auch an Buchenau vorbeiführen (siehe Karte).

Geplant ist z.Zt. eine Erdverkabelung. Hierzu wird ein Graben von 60m Breite ausgehoben, die komplette Baustelle ist ca. 200m breit.

 

102.03 Kopfleiste[03]

Die Obere Burg oder auch Vorburg

Im Laufe der Zeit wuchsen Wohlstand und Größe der Familie Buchenau. Deshalb ließen die Buchenauer vor dem Bau ihrer Stammburg, dem heutigen Seckendorffschloss (1578), weitere Gebäude errichten: das wegen seiner Lage oberhalb des Grabens auch Obere Burg oder Vorburg genannte Generalshaus (um 1550), das Spiegelschloss (um 1575) und das Schenckschloss (1611-18). [04]

Die heute gebräuchlichen Namen der drei Buchenauer Schlösser [Spiegelschloss, Seckendorffschloss und Schloss Buchenau (Schenckschloss)] stammen jeweils von den ehemaligen bzw. jetzigen Besitzern.

102.04 Buchenau Schlösser

Die Buchenauer Schlösser [05]

Das Generalshaus auch Obere Burg oder Vorburg genannt

Erbaut: um 1550
Erbaut von: Georg von Buchenau und seiner Frau Susanne von Mansbach
Koordinaten: N50°46.864'E009°45.940'

102.05 Buchenau Obere Burg Plan 2

Die Obere Burg im Plan [05]

1 Generalshaus - 2 Schlosshalle - 3 Berghaus - 4 Försterei

Die Alte Burg

Als Alte Burg werden das Spiegel- und das Seckendorffschloss bezeichnet, die zusammen innerhalb eines Wallgrabens und einer doppelten Mauer liegen.

102.06 Alte Burg

Die Alte Burg im Plan [05]

Das Spiegelschloss

Erbaut: 1572
Erbaut von: Eberhard von Buchenau
Koordinaten: N50°46.870'E009°46.029'

102.07 Spiegel - Schloss

Das Spiegelschloss im Plan [05]

Das Seckendorffschloss

Erbaut: 1578
Erbaut von: Conrad Hermann von Buchenau
Koordinaten: N50°46.854'E009°46.072'

102.08 Seckdendorff - Schloss

Das Seckendorffschloss im Plan [05]

Das Schenckschloss, heute genannt Schloss Buchenau

Erbaut: 1611 – 1618
Erbaut von: Georg Melchior von Buchenau
Koordinaten: N50°46.830'E009°45.966'

102.09 Schloss Buchenau

Das Schloss Buchenau (Schenckschloss) im Plan [05]

Das Generalshaus auch “Obere Burg” genannt

Da der ursprüngliche Familiensitz verfallen war, übernahmen Georg von Buchenau (1535 bis 1563) und seine Frau Susanne von Mansbach ein Generalshaus, das von einem Vorfahren etwa 70 Jahre zuvor (1550) errichtet worden war. Auf der Basis dieses Hauses sowie mehrerer Scheunen wurde dann in den folgenden Jahren Schloss Buchenau errichtet. [06]

Aus dem Ort kommend liegt vor mir das im folgenden Bild gezeigte Ensemble. Hinter dem rechts liegenden Privathaus ein Weg hinunter in den Ort und danach der Eingang zur Oberen Burg. Das Gebäude auf der linken Seite ist die Försterei.

102.10 Weg zur Oberen Burg DSC_3905

Die Hermann-Lietz-Straße
(Links) direkt am Bildrand ein Privathaus – danach das Torhaus von Schloss Buchenau – (Mitte) die Försterei der Oberen Burg – (Rechts) ein Privathaus

Bevor man den Eingang der Oberen Burg erreicht, steht man vor der Burgmauer mit einem Rondell und dahinter ein mächtiger Baum.

102.11 Obere Burg Mauer, Baum DSC_3783

102.12 Obere Burg, Turm, Mauer DSC_3784

Nach Norden stützt die alte Burgmauer das Gelände der Vorburg.

102.13 Obere Burg, Turm, Mauer DSC_3989.

102.14 Obere Burg, Mauer DSC_3990.2

Der Eingang zur Oberen Burg muss einst gut gesichert gewesen sein, denn zwei mächtige Tortürme bewachen ihn noch heute.

102.15 Obere Burg Eingang DSC_3785

Der Eingang zur Oberen Burg

Zu sehen sind:
> Die Burgmauer mit dem Eingang
> Auf beiden Seiten des Eingangs Torpfosten mit Gesichtern
> Links die Försterei
> Rechts das Generalshaus mit dem Turm im Hintergrund

102.16 Obere Burg Eingang Torpfosten

Die Tortürme am Eingang zur Oberen Burg

102.17 Obere Burg Torpfosten rechts DSC_3787.3

Fratzenkopf des rechten Torpfostens

Vom Rondell hat man fast ganz Buchenau im Blick.

102.18 Buchenau DSC_3935

Buchenau von der Oberen Burg

102.19 Buchenau DSC_3936

Buchenau von der Oberen Burg

Vom Rondell geht es nun auf den Hof der Oberen Burg. Zur Orientierung hier nochmals der Plan der Burg.

102.20 Plan der Oberen Burg

Plan der Oberen Burg (Vorburg) am Eingang zu Schloss Buchenau

102.21 Plan der Oberen Burg

Plan der Oberen Burg [05]

Links am Eingang der Oberen Burg das Försterhaus der Freiherren von Schenck zu Schweinsberg.

Das Försterhaus bietet heute auf 3 Etagen Platz für 24 Personen. Mit seiner Selbstversorgerküche und Aufenthaltsräumen ist es für Gruppen eine ideale Übernachtungsmöglichkeit. Es ist komplett mit Geschirr, Besteck, Töpfen etc. eingerichtet.

102.22 Försterhaus DSC_3924

Das Försterhaus – rechts dahinter die Ostseite des Generalshauses

102.23 Försterhaus DSC_3785.2

Das Försterhaus

Geradeaus vom Eingang schaut man direkt auf die Ostseite des Generalshauses. Hinten der Turm des Generalshauses und links die Ecke des Försterhauses.

102.24 Generalshaus DSC_3998.2

Das Generalshaus am Eingang der Burg

102.25 Generalshaus DSC_3802

Das Generalshaus von Osten

Das Generalshaus ist ein Fachwerkhaus und war früher unter anderem die Rentnerei 11) für das Schenckschloss (Schloss Buchenau).

Letzte adelige Bewohnerin war Sophie von Schenck zu Schweinsberg geb. von Bielefeld bis 1927. Danach wurde das Haus an ein Internat verkauft.
Nun diente es als Schulgebäude. Hierfür wurden die Räume als Klassenräume umgebaut. Ferner war die Schreinerei im Obergeschoß des Turmes untergebracht. Seit 1984, nach Schließung des Internats, steht das Haus leer. [08]

102.26 Generalshaus    DSC_3793

Das Generalshaus von SO

Am Generalshaus wurde eine Laservermessung und eine bauhistorische Untersuchung durchgeführt. Danach ist davon auszugehen, dass 1552 das Baujahr ist und somit von Georg von Buchenau und seiner Frau Susanne von Mansbach gebaut wurde. Vermutlich ist es im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallen und wurde von Wolf Christoph Schenck zu Schweinsberg 1713 wieder aufgebaut. [09]

Ein Vorgängerbau soll vorhanden gewesen sein, vermutlich in Turmform, allerdings konnte er bisher nicht datiert werden.

102.27 Plan Generalshaus

Eine Grafik des Generalshauses [10]

102.28 Generalshaus DSC_4050.3

Das Generalshaus

Der Eingang in die Burg erfolgt vom Hof und liegt auf der Ostseite des Gebäudes.

102.29 Generalshaus DSC_3944

Ostseite der Burg mit Eingang

102.30 Eingang Generalshaus DSC_3925

Der Eingang zur Burg

Über dem Eingang ein Allianzwappen der Familien Buchenau und Schenck.

102.31 Wappen Generalshaus DSC_3797.2

Allianzwappen Buchenau (1550) – Schenck (1694)

Die Inschrift lautet:
“Anno 1903
Liess Freiherr Hans Schenck dies erneu
In’s Herren Treu’ steht Haus und Bäu”

102.32 Wappen Generalshaus DSC_3946

Allianzwappen Buchenau (1550) – Schenck (1694)

Links das Wappen derer von Buchenau – Ein schreitender Halsbandsittich.

Rechts das Wappen derer von Schenck zu Schweinsberg – Oben ein schreitender Löwe, unten gerautet.

Links neben der Eingangstreppe eine schmale Tür und eine Treppe in ein Kellergeschoss.

102.33 Kellereingang Generalshaus DSC_3801

Kellereingang

102.34 Kellereingang Generalshaus DSC_3997

102.35 Kellereingang Generalshaus DSC_3996

An das Fachwerkgebäude ist ein Turm angebaut.

102.36 Turm Generalshaus DSC_4053.2

Der Turm des Generalshauses

1904 ließ Hans Schenck zu Schweinsberg einen Turm am Generalshaus anbauen. Es ist eine Kopie des Turms auf der Wartburg in Eisenach.

102.37 Eingang im Turm DSC_3799

Der Eingang in den Turm am Generalshaus

Die Westseite vom Generalshaus, der Turm, bietet ein jämmerliches Bild. Hier war einst ein Gebäude angebaut. Die Dachschrägenansätze und farblich angelegte Wände verdeutlichen dies. Außerdem sind Reste eines Graffitis vorhanden. Reste von Mauersteinen liegen zusätzlich herum.

102.38 Generalshaus DSC_3995.2

Der Turm des Generalshauses

102.39 Generalshaus DSC_3994.2

Der Turm des Generalshauses

Auf der Südseite des Turms des Generalshauses das Wappen derer von Schenck zu Schweinsberg.

102.40 Wappen Schenck zu Schweinsberg DSC_3939

Das Wappen der Schenck zu Schweinsberg am Turm des Generalshauses

Am Turm des Generalshauses ein weiteres Allianzwappen “von Buchenau – von Mansbach”. Leider hat man bei der Anbringung des Regenabfallrohres keine Rücksicht auf Ästhetik und Fotografen genommen!!

102.41 Allianzwappen Buchenau-Mansbach DSC_3930.1

Eckstein mit dem Allianzwappen Buchenau – Mansbach

So sieht das Wappen bei einer Fotomontage aus.

102.42 Allianzwappen Buchenau-Mansbach  DSC_3934.2

Fotomontage Allianzwappen Buchenau – Mansbach [NF]

Die Westseite der Oberen Burg wird auf ganzer Breite von der sog. “Schlosshalle”, ein moderner Zweckbau, eingenommen.

102.43 Schlosshalle DSC_3953

Die Schlosshalle

Die Schlosshalle ist eine Veranstaltungshalle für bis zu 300 Personen auf 485 m² und kann gemietet werden. [11] Unbestätigt ist der Hinweis, dass an Stelle dieser Halle hier früher eine Scheune stand. [12]

Bleibt zum Schluss nur noch das Berghaus, über das zu berichten ist.

Ein am Berg gelegenes Haus mit 5 Wohnungen, das 2002 zu einem Wohngebäude mit 5 Wohnungen umgebaut wurde.

102.44 Berghaus DSC_3948

Das Berghaus

Damit habe ich die “Obere Burg beschrieben und widme mich nun der “Alten Burg”. Bevor es zu den anderen Schlössern geht, ein Blick zurück in den Hof der Burg.

102.45 Hof Obere Burg DSC_3955

Die Obere Burg mit Generalshaus, Schlosshalle und Berghaus von Ost

102.46 Obere Burg von Norden

Die Obere Burg mit Generalshaus, Schlosshalle und Berghaus von Norden [13]

.

Hier endet Teil II meiner Schilderungen über das Geschlecht derer von Buchenau

Im nächsten Bericht besuche ich die Alte Burg mit dem Spiegel- und dem Seckendorffschloss

.

102.47 Fußleiste Wappen

[14]

.
Fußnoten:

11) Rentamt, auch Renterei oder Rentei, ist der Begriff, der seit dem späten Mittelalter für die Behörde der landesherrlichen oder kirchlichen Finazverwaltung (hauptsächlich Einkünfte aus Domänen) unter der Führung eines Rentmeisters oder Rentamtmanns stand. Später bezeichnete “Rentamt” eine Behörde zur Verwaltung der grundherrschaftlichen Einnahmen. [XI]

.
Legende:

[02] Kopfbild: Fratzenkopf als Torpfosten der Vorburg – Bild: NF am 01.11.2014
[03] Kopfleiste: Bilderbogen Buchenau – Montage NF vom 15.11.2014
Die einzelnen Bilder:
01 – Wappen von Buchenau am Brunnen im Garten von Schloss Buchenau
02 – Wappen von Buchenau nach Siebmacher
03 – Wappen Hermann II. von Buchenau, Fürstabt von Fulda
04 – Generalshaus in der Oberen Burg
05 – Fachwerkhaus in Buchenau
06 – Spiegelschloss in der Alten Burg
07 – Torhaus der Alten Burg
08 – Turm an der Rückseite vom Schenckschloss
09 – Schenckschloss
10 – Turm des Spiegelschlosses
11 – Ev. Kirche in Buchenau
12 – Wappen Placidus von Droste
13 – Wappen von Goltacker nach Siebmacher
14 – Wappen von Schwalbach am Brunnen im Garten von Schloss Buchenau
[04] www-schloss-buchenau-de/index.php/infos-download/ort-buchenau +
www-rhoen-info/lexikon/themen/Buchenau,_Geschlecht_derer_von_10938282.html
[05] Quelle des Planes unbekannt – bearbeitet NF
[06] www-burgen-und-schloesser-net/hessen/schloss-buchenau/geschichte.html
[07] www.schloss-buchenau.de/index.php/gebaeude/foersterhaus
[08] www-schloss-buchenau-de/index.php/gebaeude/trenner/generalshaus
[09] www-schloss-buchenau-de/index.php/component/content/article/3-newsflashes /newsflash/135-bauhistorie-generalshaus
[10] www-schloss-buchenau-de/index-php/gebaeude/trenner/generalshaus + www-schloss-buchenau-de/mydata/sonstiges/News/Generalshaus_Ost.jpg
[11] www-schloss-buchenau-de/index.php/gebaeude/schlosshalle
[12] www-radroutenplaner-hessen.de/sehenswuerdigkeiten_info.asp?dbspalte=1000666
[13] www-schloss-buchenau-de/index.php/gebaeude
[14] Fußleiste – Wappen Schenck zu Schweinsberg – Montage: N. Fuchs / commons-wikimedia-org/wiki/File:COA_family_de_Schenck_zu_Schweinsberg.svg – Date: 12 April 2009 – Author: Christer Sundin

[XI]  de-wikipedia-org/wiki/Rentamt

.
Copyright: Norbert Fuchs 2014 – Alle Rechte vorbehalten. Dies gilt für alle Teile des Berichtes mit den entsprechenden Glossaren, Bildern und sonstigen Beschreibungen.